„Kuckuck…kuckuck….“ nur der Ruf des Vogels und das klappern der Nordic-Walking Stöcke auf dem Asphalt des Weges sind zu hören. Ansonsten ist es ein stiller, sonniger Montagmorgen. Noch etwas verschlafen wirkt er, wenige Menschen sind unterwegs abseits der Hauptstrasse.
Kein Windhauch kräuselt das Wasser der alten Allerarme und der Entwässerungskanäle. Vogelgezwitscher, ein einzelnes Reh zieht durch die halbhohen Halme eines Ackers. knallgelber Raps, der blaue Himmel und das frische grün der Bäume halten dagegen, machen die Farbkomposition perfekt.
Mein Rundweg führt mich durch die Marsch, über den Friedhof von Daverden, vorbei am liebevoll renovierten alten Küsterhaus. Daneben steht eine uralte, hohle Linde. Über 900 Lebensjahre werden ihr nachgesagt. Unter ihr darf man nur die Wahrheit sagen und früher sollen Kinder im hohlen Stamm gespielt haben. Heute laden verschiedene Sitzgelegenheiten rund um die Linde zum Ruhen ein, zum Innehalten und Aufnehmen der Natur mit allen Sinnen. Weit geht der Blick von hier oben über die Marsch, über Wiesen, Felder, Knicks und Obstbäume. Der Morgentau glänzt in der Sonne auf dem Gras.
Ein unaufgeregter Morgen in der Stille der Felder. Fast wirkt er wie ein verschlafener Sonntagmorgen. Dann ist die neue Arbeitswoche aufgewacht und hat an Fahrt zugelegt. Ich bin wieder im Ort angekommen. Jugendliche laufen krakeelend durch die Gegend, sitzen auf der Treppe zur Turnhalle und werfen mit lauten Halbsätzen um sich, ein Bagger lärmt auf dem Gelände, Autos eilen die Hauptstrasse entlang, unwillig vor der Ampel haltend weil wieder einmal ein Fussgänger die Strasse queren möchte.










